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Am 11. April 1951 wurde etwa 200 Meter nordwestlich des ehemaligen Kastells (im Bereich der heutigen Hainstraße) in der Nähe eines Brunnens ein Mithras-Kultstein gefunden.
Der Mithraskult ist wie das Christentum eine Erlöserreligion, die ein Leben nach dem Tode verheißt.
Der Kultgemeinschaft gehörten ausschließlich Männer an, die in kleinen Tempeln - Mithräen - ihre Religion ausübten. Der Rückinger Kultstein wird im Steinheimer Museum in einem rekonstruierten Mithräum ausgestellt. Wo das Mithräum in Rückingen war, ist nicht bekannt, es sind keine Hinweise darauf gefunden worden.
Der Mithrasstein aus Rückingen weist eine Besonderheit auf. Während die meisten Kultbilder nur auf einer Seite Darstellungen zeigen, zeigt der Rückinger Stein zeigt auf beiden Seiten Darstellungen aus den Mysterien des Kultes. Er war um eine Mittelachse drehbar aufgestellt.
Die Vorderseite zeigt die Tötung des Stieres durch Mithras. Die weiteren Figuren beziehen sich auf Mithras, den Beherrscher des Kosmos und der Welt.
Im Mithraskult finden sich viele Parallelen zum Christentum. Er wird als dreifacher Gott gesehen, er ist das Licht und der Erlöser.
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