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In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kastellen entstanden zivile Lagerdörfer, die vici. Hier lebten die Soldatenfamilien, sowie Händler und Handwerker, die ihren Geschäften nachgingen. Es gab Wirtshäuser und Herbergen und in größeren Lagerdörfern auch einen Marktplatz (forum).
Die Häuser im vicus waren teilweise unterkellert und hatten eine nur etwa 5-7 m breite Straßenfront, während sie 30-40 m lang sein konnten. Im vorderen Teil befanden sich Läden und Werkstätten, im hinteren Bereich lagen die Wohnräume. Zur Straße hin hatte fast jedes Haus einen überdachten Vorbau (porticus). Einige Häuser verfügten über einen Brunnen im Hof.
Der vicus in Rückingen lag zwischen den nördlichen und westlichen Zufahrtswegen des Kastells. Genaueres über Größe und Ausdehnung ist nicht bekannt.
Am Rand des Vicus entlang der Straßen lagen die römischen Begräbnisstätten. In der Regel wurden die Toten verbrannt und ihre Asche in Urnen beigesetzt. In Erlensee sind zwei Gräberfelder zwischen Leipziger Straße und Waldstraße bekannt.
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