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Über die Zeit der keltischen Besiedelung im Bereich des heutigen Erlensee ist nur wenig bekannt. Schriftliche Überlieferungen gibt es nicht. Allerdings wurden zahlreiche Gegenstände gefunden, die in diese Zeit datieren. So wurden zum Beispiel mit Grafit überzogene Keramiken gefunden wie sie hauptsächlich in der Region westlich des Rheins zu finden sind. Dies zeigt, das schon damals ein weites Handelsnetz bestand. Auch ein weiterer Fund belegt dies. Es ist ein kunstvoll gearbeiteter Tonkrug aus dem Marne-Gebiet. Die Marne ist ein Fluss in Frankreich, der bei Paris in die Seine mündet. Der Krug wurde am östlichen Rand von Langendiebach gefunden.
In den 20er Jahren des 20Jh. wurde eine Bronzefibel und ein bronzener Gürtelhaken gefunden. Sie gehörten zu einer luxuriösen Grabausstattung aus der Zeit um 200 v. Chr.
Auch wurden einige Siedlungsspuren entdeckt. Auf der Flur "in der Hörr" wurden mehrere Abfall- und Wohngruben aus der Latene-Zeit gefunden. Weitere Funde wurden im Gebiet zwischen Langendiebacher Straße und Fichtenstraße gemacht.
Wann und wie die Zeit der Kelten hier zu Ende ging, ist nicht geklärt. Es gibt auch keine Hinweise, ob die Kelten bei Erscheinen der Römer hier noch anwesend waren.
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